Es gibt nichts zu verstecken

Pressemitteilung: Für öffentliche Sitzungen der Kalmenhof-Kommission

26. Feb. 2019 –

GRÜNE für öffentliche Sitzungen der Kalmenhof-Kommission zu NS-Morden

„Schon Ende des Jahres 2018 und für die erste Ausschussrunde im Jahr 2019 hatte die Idsteiner Grünen-Fraktion Anträge gestellt, die nächsten Sitzungen der Kalmenhof-Kommission öffentlich stattfinden zu lassen. In dieser Kommission wird die Geschichte der systematischen Ermordung von rund 800 Menschen durch die Nationalsozialisten als Teil des „Euthanasie“-Programms im ehemaligen Kalmenhof-Krankenhaus aufgearbeitet. Auch die genaue Lage der Gräberfelder, in denen die Opfer verscharrt wurden und Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung des Krankenhausgebäudes sind Teil der Arbeit der Kalmenhof-Kommission. Dazu wurde unter anderem ein umfangreiches wissenschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben, das mittlerweile auf der Internetseite von Vitos Rheingau veröffentlicht wurde und zudem von den beiden Autoren der Studie in einer öffentlichen Veranstaltung am 01.04.2019 allen Interessierten näher vorgestellt werden soll.

Im Antrag der Grünen wurden Bürgermeister Herfurth und der Magistrat gebeten, bei den künftigen Sitzungen der Kalmenhof-Kommission für die Herstellung der Öffentlichkeit zu sorgen beziehungsweise sich bei der zuständigen Stelle dafür einzusetzen. Die Mitglieder der Idsteiner Gremien und die Öffentlichkeit sollten in geeigneter und üblicher Weise auf Ort und Zeit der Sitzungen hingewiesen werden. Ebenfalls wurde der Magistrat gebeten, zusammen mit dem Landeswohlfahrtsverband und den Vitos-Gesellschaften, eine öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zur Vorstellung des wissenschaftlichen Gutachtens so bald wie möglich vorzubereiten, öffentlich bekannt zu machen und durchzuführen, zusammen mit den Autoren der Studie. „Damit wollen wir Idsteiner Grünen den Bürgerinnen und Bürgern Idsteins die Möglichkeit geben, sich ausführlich über das unmenschliche Vorgehen im damaligen Mord-Krankenhaus auf dem Kalmenhof-Gelände zu informieren“, so der stellvertretende Vorsitzende der Idsteiner Grünen-Fraktion Timo Müller, „damit das Schweigen über diese Vorgänge endlich ein Ende hat. Denn eine ehrliche und umfassende Aufklärung und ein angemessenes Gedenken ist das Mindeste, das wir den unschuldigen Opfern dieser grausamen Verbrechen schuldig sind. Dies ist ein wichtiger Teil der dunklen Geschichte Idsteins unter der Nazi-Herrschaft, der lange nicht detailliert aufgearbeitet wurde und nun in seinem ganzen Ausmaß ans Licht kommt“. Nachdem der Antrag Ende 2018 noch vertagt wurde, erfolgte nun in der letzten Ausschussrunde eine engagierte Diskussion aller Fraktionen, die eindeutig erkennen ließ, dass bei allen Beteiligten über Parteigrenzen hinweg Einvernehmen besteht, hier nichts unter den Teppich zu kehren, sondern alles offen zu legen. Daraufhin zogen die Grünen in der letzten Stadtverordnetenversammlung ihre Anträge zum Thema zurück, auch weil mit der Veröffentlichung der Studie und der Ankündigung einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema das Ziel ihres Antrags schon größtenteils erreicht wurde. „Dafür sind wir allen Beteiligten dankbar und werden uns weiterhin mit ihnen intensiv für eine Offenlegung aller Fakten und eine breite Diskussion einsetzen“, fasst abschließend noch einmal der Grünen-Fraktionsvize Timo Müller zusammen. “

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