Soziales

GRÜNE Sozialpolitik heißt für uns, soziale Unterschiede aufzuzeigen, Ungerechtigkeiten zu erkennen und zu beseitigen, Benachteiligte zu unterstützen und damit für mehr gerechten Ausgleich zu sorgen.

Die Folgen der Corona-Pandemie und des Klimawandels bekommen vor allem Menschen zu spüren, denen zu wenig Geld für eine gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zur Verfügung steht.

Betroffen sind vor allem Hartz-IV-Empfänger*innen, Alleinerziehende, Geflüchtete, Asylsuchende und immer mehr arme Ältere. GRÜNE Sozialpolitik muss an der Basis, also in den Kommunen und im Kreis ansetzen und schon dort für gerechten Ausgleich sorgen, auch wenn viele Gesetze im Bund entschieden werden.

Dafür stehen wir:

Familien

Idstein ist eine Stadt für Familien. Wir GRÜNE wollen die Familien unterstützen und eine Infrastruktur aufbauen und vorhalten, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. Ziel ist es, für junge Familien weiter attraktiv zu bleiben.

Dabei steht der Begriff „Familie“ neben der klassischen Familie auch beispielhaft für alle Formen familiären Zusammenlebens wie beispielsweise altersübergreifendes oder kollektives Wohnen. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt den Alleinerziehenden. Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern ist für uns eine Selbstverständlichkeit, Vielfalt sorgt für Lebendigkeit. Eine lebendige Stadt macht es uns auf Dauer möglich, die hohe Lebensqualität und Infrastruktur in Idstein aufrechtzuerhalten. Familien brauchen Betreuungsangebote, gute Schulen und ein vielschichtiges Freizeitangebot. Familien brauchen gute und bezahlbare Wohnungsangebote, eine gute und gesunde Versorgung und ein umfassendes medizinisches Angebot. Familien brauchen Arbeitsangebote. Dafür wollen wir uns einsetzen.

Kinderbetreuung

Kinderbetreuung ist für uns ein wesentlicher Bestandteil eines qualifizierten Erziehungs- und Bildungsangebotes. Eine Teilhabe aller Kinder daran ist uns sehr wichtig. Mit Hilfe der GRÜNEN in der Landesregierung konnte erfolgreich ein erheblicher Teil des Kita-Angebots beitragsfrei gestellt werden. Wir GRÜNEN setzen uns weiter auf Landesebene dafür ein, den Kita-Besuch in Gänze beitragsfrei zu stellen.

Auf jeden Fall müssen die Gebühren überarbeitet werden. Es geht nicht, dass Familien mit einem Brutto-Familieneinkommen ab 4.000 Euro/Monat bereits in die höchste Staffel eingestuft sind. Wir wollen der Staffelung eine neue Stufe für wirklich Besserverdienende hinzufügen und geringere Einkommen dafür entlasten. Die Gebühren für die Betreuung von Krippenkindern betragen in diesem Jahr mehr als 500 Euro/Monat für einen Acht-Stunden-Platz. Das ist für junge Familien kaum leistbar. Gerade Familien mit niedrigerem Familieneinkommen können dies nicht stemmen. In der Regel geht dies zu Lasten der Frauen, die von einer beruflichen Entwicklung abgehängt werden.

  • Erhalt und Ausbau der qualifizierten Betreuungsangebote für Kleinkinder und Kinder im Schulalter, Unterstützung der vorhandenen Vielfalt der Angebote.
  • flexible Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen, um den Bedürfnissen berufstätiger Eltern entgegenzukommen.
  • eine beitragsfreie Kinderbetreuung, finanziert durch das Land. Solange keine Gebührenfreiheit besteht, solidarische Anpassung der Sozialstaffelung an aktuelle Einkommen und „Geschwisterrabatte“ bei den Kita-Gebühren in Idstein.
  • Absenkung der Gebühren für Krippenplätze.

Jugendliche

Wir GRÜNE stehen für eine jugendfreundliche Stadtentwicklung. Die Jugendlichen müssen ausreichende Möglichkeiten zum Treffen, zum Reden und zu gemeinsamen Aktivitäten außerhalb der elterlichen Wohnung zur Verfügung haben.

In den letzten Monaten und Jahren ist zudem durch Bewegungen wie Fridays for Future offensichtlich geworden, wie sehr junge Menschen ihr gutes Recht einfordern, über ihre eigene Zukunft mitzubestimmen. Ihre Stimme kann und darf endlich nicht mehr überhört werden. Wir setzen uns dafür ein, auch in Idstein ein Jugendparlament einzurichten und mit eigenen Antrags- und Rederechten in die Stadtpolitik einzubinden.

  • Erhalt und Ausbau der Jugendzentren (JUZ und Jugendclubs der Stadtteile).
  • kostenlos und frei zugängliche Freizeittreffpunkte, Begegnungsmöglichkeiten verschiedener Generationen.
  • aufsuchende Jugendarbeit und einen neuen Start für einen Jugendbus.
  • die Schaffung eines Jugendparlaments zur demokratischen Beteiligung der Jugendlichen.

Schulen

Idstein ist eine „Stadt der Schulen“ und soll es bleiben. Die Vielfalt der Angebote ist dabei unsere größte Stärke. Gerade die reformpädagogischen Schulangebote in Idstein sind ein wesentlicher Standortfaktor und genießen unsere Unterstützung.

  • Erhalt des vielfältigen Schulangebotes in Idstein.
  • Unterstützung der weiteren Entwicklung zu Ganztagsschulen.
  • behutsame Entwicklung der Feldbergschule und der Kirmsseschule an einem gemeinsamen Standort.

Ältere Menschen

Politik für ältere Menschen muss bei deren Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen ansetzen und mit ihnen zusammen entwickelt werden. Zeitgemäße Senior*innenpolitik richtet sich an aktive ältere Menschen wie auch an Menschen, die hilfsbedürftig sind. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass in Idstein die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen bzw. erhalten und ausgebaut werden, damit Senior*innen so lange wie möglich selbstbestimmt leben können. Bei der Pflege ist die Diakonie Idsteiner Land gGmbH ein guter Partner, um ein würdevolles Altern in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Die Diakonie Idsteiner Land gGmbH soll dabei durch die Stadt unterstützt werden.

Ältere Menschen brauchen ein Umfeld mit wenig Barrieren. Vor allem in den Stadtteilen muss das Einkaufen organisiert werden, um unseren älteren Mitbürger*innen weite, umständliche Wege zu ersparen.

Das auf ältere Menschen zugeschnittene Schulungsangebot der Seniorenakademie wollen wir qualifiziert weiter unterstützen und ausbauen.

  • ein altenfreundliches Wohnumfeld.
  • leicht erreichbare altengerechte Mobilitätsangebote zu den Handels- und Versorgungs-einrichtungen (ÖPNV-Anbindung).
  • alten- und behindertengerechte bezahlbare Wohnungen.
  • Angebote zum betreuten Wohnen.
  • neue Wohnformen für ältere Menschen.
  • Mehrgenerationen-Begegnungsmöglichkeiten.

Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Beeinträchtigungen am Leben in der Gemeinschaft, ihr Recht auf Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen und auf Zugang zum Arbeitsmarkt sind Ziele unserer Politik.

Gleichzeitig wollen wir die Barrieren in den Köpfen Nichtbehinderter weiter abbauen.Wir setzen uns für die Schaffung eines festen Budgets im Haushalt zum kontinuierlichen Abbau von Barrieren in der Stadt ein.

  • die feste Einrichtung des Behindertenbeirats mit mehreren Sitzungen und Arbeitstreffen pro Jahr.
  • die zeitnahe verbindliche Berücksichtigung der vom Behindertenbeirat erarbeiteten Änderungswünsche für ein barrierefreies (Er-)Leben in Idstein.

Ehrenamt

Ehrenamtliche leisten einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinwesen in unserer Stadt. Vereine wie die Nachbarschaftshilfe, die Flüchtlings- und Integrationshilfe, die Kleiderkammer, die Tafel und andere bilden die Basis für unser soziales Sicherungsnetz. Eine große Zahl an Sportvereinen ermöglicht unter anderem soziales Lernen, Integration und Gesundheitsförderung. Eine enorme Bandbreite an Vereinen und Initiativen widmet sich jedem denkbaren Aspekt gesellschaftlichen Lebens – von Geburtshilfe bis Gedenkpolitik, vom Gärtnern bis zum Gitarre spielen. Gemeinsam haben sie alle, dass sich Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich dafür einsetzen, das Leben in Idstein noch lebenswerter zu machen. Wir unterstützen die vielfältigen Initiativen und Vereine und wünschen uns als Anerkennung und Aufwertung der geleisteten Arbeit effektivere Einsatzmöglichkeiten der „Ehrenamtscard“.

Ehrenamtler*innen haben unsere uneingeschränkte Anerkennung. Wir verurteilen jede Form von Angriffen gegen Rettungskräfte wie Sanitäter, THW und Feuerwehr auf das Schärfste.

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