Unglaubliche 40 Jahre GRÜNE Idstein und 35 Jahre GRÜNE in den Idsteiner Gremien

Pressemitteilung

07. Sep. 2020 –

„Wer hätte das damals gedacht: Seit 40 Jahren gibt es die GRÜNEN Idstein und seit 35 Jahren, also seit der Kommunalwahl 1985, sind die GRÜNEN in den Idsteiner Gremien vertreten. „Damals im Jahr 1980, als die Idsteiner GRÜNEN gegründet wurden, sahen es die leider mittlerweile verstorbene Liesel Marx und andere Gründungsmitglieder als zwingend notwendig an, in Idstein eine kritische, ökologisch orientierte Kraft ins Leben zu rufen – als Vertretung der mit der konservativen Politik der Idsteiner Gremien unzufriedenen BürgerInnen“, erklärt Gert Richter, Idsteiner GRÜNEN-Urgestein und seit September 1985 dabei. Ausgelöst wurde die Gründung durch den bundesweiten Trend, sozialkritische und ökologische Einflussnahme in der Politik aufzubauen. 

Nach dem verpassten Einzug ins Parlament bei der Kommunalwahl 1981 versuchten nun die GRÜNEN bis 1985, die Idsteiner BürgerInnen zu ökologischen und ortsbezogenen Problemen zu sensibilisieren, wie z.B. Idsteiner Wachstum, Innenstadtentlastung vom Kfz-Verkehr, ökologischem Land- und Gartenbau, Bleibelastung durch Batterienherstellung in Idstein, den Gefahren der Atomkraftnutzung und vielem mehr.

Die Kommunalwahl 1985 brachte dann den Durchbruch mit 7,8% der Wählerstimmen und damit drei Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung sowie einem Sitz im Magistrat. „Wir hatten es nun geschafft und konnten versuchen, mitzugestalten“, so Gert Richter, „dabei legten wir stets sehr kritisch den Finger in die politischen Wunden und begannen aktiv, ökologische und sozialverantwortliche Ziele zu vertreten.“ Die GRÜNEN hatten Visionen und wollten einfach die gesamte Politik neu durchdenken, nicht die Fehler der bisherigen Politik fortsetzen. „Es war eine interessante, aber harte Zeit – und trotzdem hatten wir neben der vielen Arbeit auch Spaß und einen guten Zusammenhalt,“ erinnert sich Gert Richter. Viele wichtige Themen und Aktionen bestimmten die GRÜNEN-Politik auch in Idstein: die atomare Verseuchung durch den Reaktorunfall von Tschernobyl 1986, damit der Kampf für eine zukünftige Energieversorgung ohne  Atomkraftnutzung, das Engagement gegen die Volkszählung 1987, eine Ausstellung zum Thema „neues Bewusstsein im Umgang mit Abfall“ 1986, ein erster Ökomarkt 1988 in der Stadthalle Idstein.

Als Belohnung des Engagements gab es bei der Kommunalwahl 1989 10,8% der Wählerstimmen,  vier Sitze in der Stadtverordnetenversammlung und einen Sitz im Magistrat. Die GRÜNEN waren damit ein fester Bestandteil der Idsteiner Politik geworden. „Wir verstanden uns als Sprachrohr der bisher unbeachteten, kritischen BürgerInnen“, so Gert Richter. Im Kommunalwahlkampf 1993 erzielten die GRÜNEN dann 9,3% der Wählerstimmen und trotz des Einzugs der FWG weiterhin vier Sitze in der Stadt­verordnetenversammlung sowie einen Sitz im Magistrat. Auch bei der Kommunalwahl 1997 konnten die GRÜNEN mit 9,8% der Wählerstimmen ihre Sitze in den Gremien behaupten.

Ein stets wichtiges Thema für die GRÜNEN war der Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomkraftnutzung und die Nutzung 100 % regenerativer Energien. Auch deshalb veranstalteten sie ab 1996 jährlich bis 2011 ein Tschernobyl-Benefizkonzert für die Strahlenopfer in der Ukraine und Weißrussland zusammen mit den Teams des Nassauer Hofs und der Scheuer, den Kirchen und anderen Organisationen.

Die Kommunalwahlen 2001 und 2006 brachten keine besonders guten Ergebnisse mit nur 8,8 und 9,1% und jeweils nur drei Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung und einem Sitz im Magistrat. Mit der Kommunalwahl 2011 erfolgte, kurz nach der schrecklichen Atomreaktor-Katastrophe in Fukushima/Japan, die Sensation: Die GRÜNEN Idstein errangen 18,7% der Wählerstimmen, sieben Sitze in der Stadtverordnetenversammlung und diesmal zwei Sitze im Magistrat – fast jede fünfte WählerIn in Idstein stimmte für die GRÜNEN und sie waren damit aus der Politik auch in Idstein nicht mehr wegzudenken. In den folgenden Jahren stellten sie unzählige Anträge für eine ökologischere und bessere Zukunft, aber auch zur Verbesserung der Haushaltsabwicklung.

Die Kommunalwahl 2016 brachte dann einen Rückgang der Wählerstimmen, aber auch ohne „Fukushima-Effekt“ konnten die Grünen mit 14,7% immer noch das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte einfahren. Die Fraktion schrumpfte dennoch auf fünf Sitze in der Stadtverordneten­versammlung, hätte aber rechnerisch immer noch zwei Sitze im Magistrat besetzen können. Durch eine bedauerlicherweise legitime Listenverbindung der CDU mit der FWG ging jedoch einer der beiden Magistratssitze der GRÜNEN an die FWG, was dem Wählerwillen nicht entsprach und ein heftiger Schlag ins Gesicht der WählerInnen darstellte, die eine stärkere Beteiligung der GRÜNEN gewählt hatten. Die GRÜNEN MandatsträgerInnen ließen sich davon aber nicht entmutigen, sondern kämpften und kämpfen weiterhin ausdauernd mit guten Anträgen und Nachfragen für eine bessere ökologischere Zukunft auch für Idstein.

Für die bevorstehende Kommunalwahl 2021 sind die Idsteiner GRÜNEN KandidatInnen bestens gerüstet und fachlich qualifiziert. „Frühe Unkenrufe einer schnellen Auflösung der GRÜNEN haben sich bis heute nicht bestätigt“, fasst der langjährige GRÜNEN-Ortsverbandsvorsitzende und erfahrene Mandatsträger Carsten Enge zusammen, „im Gegenteil, die GRÜNEN sind heute ein starkes und wichtiges Zugpferd der Politik in Idstein. In diesem Sinne besitzen wir auch nach 40 Jahren des Bestehens und 35 Jahren intensiver Mitarbeit in den Idsteiner Gremien noch immer die Ausdauer, um das Ziel einer ökologischen, sozialverträglichen sowie menschen- und umweltschonenden Transformation unserer Gesellschaft auch in Idstein zu erreichen.“

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