Grüne stimmen Kauf von Tournesol zu

25. Jun. 2019 –

„Bei der letzten, eigens wegen Zeitdruck für den Kauf der Freizeitanlage Tournesol durch die Stadt Idstein angesetzten Stadtverordnetenversammlung wurde mit der Mehrheit von CDU, SPD, Grünen und FWG gegen die Stimmen der FDP dem Kauf zugestimmt. „Wir Grüne stimmen der Vorlage zum Ankauf der Freizeitanlage „Tournesol“ zu, weil es die beste der schlechten Lösungen ist,“ so die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Annette Reineke-Westphal. „Eine gute Lösung zu finden, etwa den Verkauf an einen privaten Investor, der zuverlässig die Wünsche der Stadt Idstein erfüllt, war leider nicht möglich und die von der Eigentümerin, der österreichischen Oberbank, gesetzte Frist für den günstigen Kaufpreis von 4,5 Millionen Euro, der 30. Juni 2019, steht unmittelbar bevor.“ 

Ab dem Jahr 2010 lief der Betrieb von Tournesol vielversprechend an, aber entwickelte sich dann zunehmend zum betrieblichen und finanziellen Albtraum – vieles lief anders als geplant. Die gute Absicht, Idstein ein einzigartiges und wunderschönes Freizeitbad bieten zu können, entpuppte sich immer mehr als finanzielles und organisatorisches Desaster. Deshalb hatte sich nach langer Diskussion und Abwägung aller möglichen Lösungen auch die Idsteiner Grünen- Fraktion entschlossen, die nun gefundene Lösung, den Kauf der Freizeitanlage Tournesol, mitzutragen. „Damit sind wir nun wieder Herrin des weiteren Verfahrens,“ erläutert Annette Reineke-Westphal die Entscheidung, „die Stadt hat jetzt in der Hand, was mit der Freizeitanlage passieren soll, was wann nun saniert wird und ist nicht mehr von undurchsichtigen Entscheidungen Dritter abhängig. Wir wissen, dass die Stadt Idstein nach dem Kauf weiteres Geld, im ungünstigsten Fall bis zu elf Millionen Euro, für dringend notwendige Maßnahmen in die Hand nehmen muss.“ Das Mitglied der Grünen in der Magistrats-Arbeitsgruppe Tournesol, Wolfgang Müller, ergänzt: „Wir Grünen haben aufgrund der uns vorgelegten ausführlichen fachtechnischen Gutachten und der dazu gemachten Erläuterungen des Idsteiner Bauamts die Sicherheit, das bei den Sanierungsmaßnahmen keine größeren Überraschungen zu erwarten sind. Auch die Finanzierung ist ohne Steuererhöhungen durch Kredite möglich und der städtische Haushalt bleibt damit bei der Kommunalaufsicht genehmigungsfähig.“ 

Für die Grünen ist die Freizeitanlage Tournesol viel mehr als nur ein Schwimmbad. Nach dem Kauf gelte es, alleiniger Gesellschafter zu sein und einen professionellen Dienstleister zu haben, der der Stadt einen dauerhaften Betrieb gewährleistet. „Wir sind da in Idstein auf einem guten Weg,“ so nochmal die Fraktionsvorsitzende Reineke-Westphal, „unter dem Strich wollen wir eine Freizeitanlage, die mit einem umfassenden Angebot das Schul- und Vereinsschwimmen gewährleistet, weitere Fitnessangebote macht, bei gleichzeitig sozialverträglichen Eintrittspreisen für die Bürger*innen. Letztlich trägt ein gut funktionierendes Tournesol auch dazu bei, die Lebensqualität in der Stadt für alle zu stärken.“ 

Die alten Verträge ließen der Stadt nur zwei Alternativen: entweder die hohe Pacht bezahlen und dem bisherigen Eigentümer ausgeliefert sein oder günstig bis zum 30. Juni 2019 kaufen, dann sanieren sowie attraktivieren und betreiben lassen. „Wir alle haben viel Zeit damit verbracht, über das „Wenn und Aber“ von Tournesol zu sinnieren und zu reden,“ so der Grünen-Stadtverordnete Gert Richter, „andere, oft viel wichtigere Themen für Idstein gingen dabei unter oder mussten warten, wie die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, ein neues, alle Verkehrsarten gleichberechtigendes Verkehrskonzept, der soziale Wohnungsbau, die Gründung einer für Idstein wichtigen Netzgesellschaft für Strom mit der Syna, die Zukunft des Gassenbacher Hofs als wichtiger Bio-Versorger für Idstein und vieles mehr. Nun müssen die Idsteiner Gremien dringend auch diese Themen intensiv und zielführend diskutieren sowie umsetzen.“ 

Ein Detail freut die Grünen beim Ankauf der Freizeitanlage besonders: die Stadt Idstein wird damit nun Betreiberin einer großen Solaranlage mit Energiespeicher sowie Erzeugerin regenerativen Sonnenstroms durch eine große Photovoltaik-Anlage – ein guter Einstieg in die wichtige Umsetzung des Idsteiner Klimaschutzkonzepts. Abschließend bitten die Grünen alle Bürger*innen und Mandatsträger*innen, ab sofort für die einzigartige Freizeitanlage Tournesol intensiv zu werben und diese gerne zu nutzen.“

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