Die unsägliche Ehrung eines öffentlich die Nazis Verehrenden durch den Straßennamen Rudolf-Dietz-Straße hat nun ein Ende. Ein gemeinsamer Antrag von SPD, ULI und Grünen hat in der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2025 nun eine Mehrheit gefunden:
Die Straße wird – unter Beibehaltung des Zusatzschildes – in „An der Lehmkaut“ umbenannt, und alle Idsteiner Straßennamen werden auf Verstrickung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft untersucht.
Dazu Olaf Brünger, der auch Ortsvorsteher Idstein-Kern ist: „Hier wiegen für mich die historische Verantwortung und die Klarheit gegenüber dem Antisemitismus schwerer als das Votum der Mehrheit im Ortsbeirat und der Lästigkeit für die Anwohnenden. Aus meiner Sicht handeln wir damit im Interesse der Gesamtgesellschaft.“ Auch der grüne Fraktionsvorsitzende Timo Müller hat sich in vielen Einzelgesprächen und im Gremium dafür eingesetzt, dass der bisherige Name nicht mehr in Navigationssystemen, auf Briefumschlägen und Ausweisdokumenten erscheint.